Museen Nabburg

Kunst, Kulturgeschichte und Naturkunde

Zur Hausgeschichte

Barocke und andere Einflüsse

 

Die Haus- und Nutzungsgeschichte des Anwesens „Oberer Markt 4“ lässt sich bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen. Als erster Besitzer des Hauses tritt um das Jahr 1650 ein gewisser Hans Pfeiffer in Erscheinung. Aus der kurzen Gebäudebeschreibung, wie sie den Quellen zu entnehmen ist, wird deutlich, dass seit 1790 neben dem Wohnhaus Stallung, Stadel und Hofraum zu dem barocken Gebäudekomplex gehörten, einem für die Nabburger Oberstadt typischem Erscheinungsbild.

In den Besitz der Familie Schmidt kam das Anwesen 1845 durch den Urgroßvater Martha Schmidts, Johann Baptist Söldner. 1975 erbt die Stadt Nabburg das Anwesen samt Inventar und ist seitdem bemüht, den ursprünglichen Zustand laut Testament des Künstlers zu bewahren. 30 Jahre nach seinem Tod erfüllt sich der Wunsch des Künstlers, sein Wohnhaus als Museum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Mosaikauskleidung im Durchgang des Erdgeschosses (jetzt Café Karl) vollendet Schmidt Ende der 60er Jahre, kurz vor Eröffnung seiner Galerie (zuvor war dieser Bereich als Kramerladen vermietet). Zwischen floralen und abstrakten Mustern sind ein Mann und eine Frau in südländischer Tracht zu sehen. Sie werden von verschiedenen Tieren begleitet. Die Tordurchfahrt, von Schmidt zugemauert, ist jetzt wieder offen, um den ursprünglichen Fletzcharakter wiederherzustellen.


Ein Künstlerhaus wird kulturelle Begegnungsstätte

 

Parallel zur Inventarisierung der Sammlung "Karl Schmidt-Wolfratshausen" erfolgte zwischen 1999 und 2001 die Generalsanierung des Gebäudes. Seither dokumentiert das Museum im Obergeschoss die Lebensumstände des Künstlers Karl Schmidt, wobei sich Präsentation und Inventar an der Einrichtung zu dessen Lebzeiten orientieren. Das frühere Schlafzimmer und das ehemalige Magazin bieten jetzt Raum für regelmäßig stattfindende Sonderausstellungen.

Von Anfang an forciert und gefördert wurden die Bemühungen durch das FORUM Nabburg e.V. Der Verein betreibt im Erdgeschoss eine kulturelle Begegnungsstätte mit Café (Öffnungszeiten Mittwoch bis Samstag ab 19 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr), Kleinkunstveranstaltungen, Vorträgen, Film- und Theatervorführungen sowie Konzerten.

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